Mass Effect – Zukunft Science-Fiction

Ein reichhaltiges Universum wird da entworfen, 180 Jahre in der Zukunft liegend. Die Menschheit hat gerade erst den Kontakt zu anderen Völkern geknüpft. Politische Unruhen, Machthunger und Verantwortung – Themen, mit denen sich der Spieler beschäftigen muss, wenn er Mass Effect genießen will.

Der Mensch als Spezies versucht, sich vor den älteren und mächtigeren Rassen zu behaupten, sich Respekt zu verdienen, um in den intergalaktischen Rat gewählt zu werden. Eine clevere Rahmenhandlung, die der Spieler in mehreren, leicht abweichenden Endsequenzen zum Abschluss bringt. Die Binnenhandlung jedoch ist von konventionellerer Natur: Die freien Völker des Universums werden von einer Maschinenrasse namens Geth bedroht.

Als Schiffskommandant Shepard – wahlweise männlich oder weiblich – obliegt dem Spieler die Rettung der Galaxis. Dies erreicht man auf linearem Wege über acht Kapitel hinweg, jedes davon mit spannenden Wendungen und kniffligen moralischen Entscheidungen gepflastert. Das eigentliche Rollenspiel von Mass Effect besteht nämlich weniger aus Zahlen und Attributen als vielmehr aus der eigenen Gesinnungswahl: Da soll man beispielsweise einen seiner Begleiter für ein Himmelfahrtskommando auswählen – schickt man eher den treuen, gutherzigen Kameraden oder doch eher die rassistisch veranlagte, aber einer Romanze nicht abgeneigte Soldatin? Kneifen gilt nicht – seit The Witcher hat ein simpler Klick dem geneigten Rollenspieler nicht mehr solchen Entscheidungswillen abgefordert. Spielerisch haben diese Momente jedoch selten einen tiefgehenden Einfluss: Wer sich diplomatisch oder gemein verhält, bekommt dafür Punkte gutgeschrieben, die zuweilen neue Gesprächsoptionen ermöglichen – das war’s oft aber auch schon.

spielekings

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